SommerZeit 2020

31 S eit Jahren verbindet die Redaktion der SommerZeit das Erscheinen der Zeitung mit einer „Sozialaktion“. In der Vergangenheit haben wir es dank der vielen Spenden der Leserinnen und Leser geschafft, dass Familien, die normalerweise nie in Urlaub hätten fahren können, einige unbeschwerte Tage im Westerwald genießen konnten. Coronabedingt wird dies in diesem Sommer leider ausfallen. Der Einsatz für Menschen in schwierigen Lebenssituationen ist uns aber ein großes Anliegen. Deshalb haben wir uns entschlossen, dieses Mal für eine Initiative der Malteser um Unterstützung zu bitten.Wir sammeln Spenden zugunsten der „Mal- teser Medizin für Menschen ohne Krankenversicherung” (MMM). Für Henning Krautmacher, den Frontmann der bekannten Kölner Band „Höhner“, ist eines klar: „Deutschland hat eines der besten Gesundheits- systeme der Welt. Dies hat sich auch jetzt gerade in der aktuellen Krise unter Beweis gestellt“, betont der Sänger. „Und dennoch gibt es Men- schen, die durch das Raster fallen, weil sie nicht krankenversichert sind und sich eine medizinische Versorgung nicht leisten können“, mahnt Krautmacher. Diesen Menschen zu helfen, sei eine Pflicht für die ganze Gesellschaft. „Deshalb unterstütze ich nachdrücklich die Sozialaktion der SommerZeit, die diese Menschen in den Fokus genommen hat.“ Eine besondere Rolle kommt dabei den Maltesern zu. Vor 15 Jahren begann die katholische Hilfsorganisation in Köln mit dem Aufbau einer medizinischen Versorgung für illegal in Deutschland lebende Frauen und Männer durch ehrenamtlich tätige Ärzte. Als „Malteser Migranten Medi- zin“ unter der Leitung des langjährigen Chefarztes Herbert Breker hat das Angebot inzwischen Geschichte gemacht. Schon bald stellten Breker und seine Mitstreiter fest, dass nicht nur Migranten weit über den Großraum Köln hinaus zum Hildegardis-Krankenhaus – dort ist die Station angesie- Sozialaktion der SommerZeit „Es ist unsere erste Pflicht, Menschen zu helfen“ Sozialaktion der SommerZeit für Menschen ohne Krankenversicherung delt – kamen, um sich in akuter Notlage helfen zu lassen.Auch zahlreiche Deutsche, sehr oft in finanzielle Bedrängnis geratene Unternehmer, Hand- werker oder Künstler, denen die Mittel für eine private Krankenversiche- rung fehlen, nahmen die Dienste der ehrenamtlich tätigen, sehr oft bereits im Ruhestand lebenden, erfahrenen 20 Ärztinnen und Ärzte ver- schiedener Fachrichtungen in Anspruch. Vor diesem Hintergrund wurde die ausschließlich aus Spenden finanzierte Initiative inzwischen umbe- nannt. Seit einiger Zeit liest man auf dem Schild neben dem Eingang zur Praxis den neuen Namen: „Malteser Medizin für Menschen ohne Kran- kenversicherung“. Auch in Corona-Zeiten sind die Ärztinnen und Ärzte, Krankenschwes- tern und Helferinnen für Menschen in Not da. „Und die Not ist groß“, weiß Andrea Ferger-Heiter, als Stadtgeschäftsführerin Köln bei den Mal- tesern für die MMM zuständig. Spenden werden dringend erbeten, da der Kostenaufwand gerade jetzt immer höher werde, sagt Ferger-Heiter. „Wir benötigen Geld zum Beispiel für Medikamente, Material für die Zahnmedizin, für die Wartung und Reparatur medizinischer Geräte.“ Henning Krautmacher appelliert an die Leserinnen und Leser der SommerZeit: „Es ist unsere erste Pflicht, anderen Menschen zu helfen. In Zeiten, in denen Solidarität so wichtig ist, bitte ich Sie um Unterstüt- zung. Bitte seien Sie großzügig!“  Henning Krautmacher an einem seiner Lieblingsplätze in seinem Heimatort Pulheim- Stommeln: ein altes Flurkreuz mitten im Feld. Christa Baltres , Dr. Peter Urbanowicz und Dr. Ragna Severin bilden mit Ursula Frysch (von links) das Team der zahnärztlichen Sprechstunde. Von Robert Boecker Spendenkonto: Malteser Hilfsdienst e. V. Pax-Bank eG, IBAN: DE 8237 0601 9301 0242 4050 Verwendungszweck: MMM Koeln www.malteser-stadt-koeln.de www.mehr-auszeit.de

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